Prolog

„happy birthday to you! Happy birthday to youuuuuu! Happy birthday dear Elsa, happy birthday tooooooo yououououou!”.
Gespielt hob ich mir die Hand auf die Ohren und verzog das Gesicht. So schlecht konnte wirklich nur meine Mum singen. Ich grinste und Mum schaute mich empört an.
„Hallo!?! Denkst du ich weiß selbst nicht dass ich nicht singen kann?? Und jetzt opfer ich mich hier für dich auf und was kommt dann zurück? Sowas etwa?! Na toll!“, sagte sie mit ihrer lauten und energischen Stimme.
„Tja! Wenn mans nicht kann soll mans wohl lieber lassen, wa?“, neckte ich sie weiter.
„Das wird ja immer besser! Warte nur ab! Wenn du mal so alt bist wie ich dann wird deine Stimme auch versagen und ich bin die erste die dann da drüber lachen wird!“, drohte sie mir.
„Mum, du bist gerade mal 13 Jahre älter als ich!“, lachte ich.
„Ja na und! Das sind genug!“. Nun musste auch sie lachen.
13 Jahre, ihr habt richtig gehört. Ich wurde heute 16 und die die rechnen können haben es wohl schon bemerkt. Meine Mum war erst 29! Sie hatte mich bekommen als sie 13 war. Sehr früh, doch sie hatte es nie bereut. Glaube ich jeden falls ^^. Wir zwei waren die besten Freunde und mit ihr zusammen war es wirklich traumhaft! Sie war noch genauso jung wir ich, wir gingen öfter zusammen in Clubs und teilten einfach alles. Mein Vater hatte meine Mum verlassen und als er 3 Jahre danach wieder gekommen ist und um ihre Hand angehalten hat, hat sie ihn abblitzen lassen. Ich bin mit Chris, meinem Dad, gut befreundet, jedoch bei weitem nicht so eng wie mit meiner Mum.
„So, also dein Geschenk bekommst du später!“, sagte sie.
„Mum, ich hab dir doch gesagt dass du mir keins kaufen brauchst!“, seufzte ich.
„Ach Quatsch! Das hast du doch bloß gesagt! Ich weiß ganz genau dass du das genau anders herum gemeint hast! Du brauchst nicht versuchen mich zu täuschen! Ich hab dich durchschaut!“
„Mum…“
„Nichts da! Du brauchst jetzt nicht versuchen dich da raus zu reden, ich hab meinen 9. Sinn benutzt und der hat mir deine wahren Gedanken offenbart!“
Ich grinste. Au ja, meine Mum hatte ja 11 Sinne. Sie redete eigentlich den ganzen Tag solchen Schwachsinn.
„Mum, der Sinn den du meinst ist der 10.!“, grinste ich.
„Was?! Du willst mich doch bloß manipulieren, ich fühle es…“; sagte sie mit aufgerissenen Augen und schwebte mit ihrem Zeigefinger vor meiner Nase herum.
Ich wirbelte herum, stand auf und lief in Richtung Küche, wie jeden Morgen. Meine Mum rannte mir hinterher. Dort angekommen schnappte sie mir die Kaffekanne vor der Nase weg.
„Was soll das?!“, rief ich empört.
„Na ich will einen Kaffe!“, sagte diese, während sie sich eine Tasse aus dem Regal holte.
„Ich brauch aber dringender einen als du!“, beschwerte ich mich weiter.
„Ach ja?? Elsa, ich glaube du vergisst da was… ich bin schon seit 13 Jahren Kaffe abhängig und du erst seit 6!!! Das ist ein gewaltiger Unterschied! Bei mir sind die Entzugserscheinungen schon viel schlimmer als bei dir!“, erklärte sie mir besserwisserisch.
„Ach ja, aber erstens hab ICH heute Geburtstag und zweitens muss ich nachher doch zu Jeff arbeiten…“, murmelte ich und am Ende des Satzes wurde ich viel leiser und blickte meine Mum mit meinem gekonnten Dackelblick an.

Kapitel 1

„Wie bitte?! Er lässt dich an deinem Geburtstag arbeiten??“, stutze meine Mum.
Ich verdrehte meine Augen.
„ja, und jetzt gib mir endlich den Kaffe.“, stöhnte ich.
Doch sie dachte gar nicht daran.
„Das geht doch nicht! Ich bin die Geschäftsleiterin, ich werde mit ihm reden! So was unmenschliches!“.
Plötzlich weiteten sich ihre Augen noch mehr und sie starrte mich durchdringend an.
„Mensch Elsa! Ich habs! Er ist ein Alien!! Ganz sicher!!!“, folgerte sie und grinste frech.
„Ja ok! Dann ist Jeff halt ein Außerirdischer, aber ich muss trotzdem arbeiten und jetzt gib mir bitte endlich den Kaffe!“, sagte ich und setzte erneut den Dackelblick auf.
„Sollen wir vielleicht irgendein Museum oder so anrufen? Die interessieren sich doch bestimmt für ein Alien!“, überlegte diese nur weiter.
Ich seufzte, rutschte auf den Boden und streckte den Arm aus.
„Kaffe, ich- Kaffe- sterbe!“, stöhnte ich.
„Ohhh du willst Kaffe? Dann sags doch einfach! Du brauchst hier doch nicht so ein Theater abzuziehen!“, grinste meine Mum und streckte mir die Kanne entgegen!
„Du bist fies!“, brummte ich und nahm sie ihr aus der Hand.
„Ja nicht wahr? Ich weiß nicht, vielleicht sollte ich doch zur dunklen Seite wechseln! Wie mach ich mich?“, fragte sie und baute sich vor mir auf.
„Luke! Ich bin dein Vater! HOHOHOHOHO!“
„Ich würde sagen du musst an dem HOHOHOHOHO noch etwas arbeiten. Das hört sich noch zu freundlich an…“, kritisierte ich sie.
„Ja, du hast recht…“, überlegte meine Mum und setzte sich wieder zu ihrem Kaffe. Sie nahm einen Schluck und schaute mich wieder an.
„HOHOHOHOHO!“, spielte sie. „So besser?“
ich grinste und schüttelte dann den Kopf.
„Ne, sorry…“, lachte ich.
„HOHOHOHOHO!!! So?“, fragte sie. „Oder so? HOHOHOHOHO? Oder doch lieber HOHOHOHOHO?“
„MUM!!!!“, stieß ich genervt aus.
„HOHOHOHOHO ja?“
„Bitte! Es ist mein Geburtstag, schon vergessen? Genug HOHOHOHOS!“, bat ich sie.
„Na gut… noch einmal! HOHOHOHOHO! Das war doch gut, oder?“
„Suuuper!“, grinste ich und verdrehte die Augen.
„ha! Ich sag dir, morgen geh ich zu Luke und zeig ihm wer sein echter Vater ist!“, schlussfolgerte sie und dann ging ich schnell hoch ins Bad.
Zusammen fuhren wir zum Hotel, in dem wir arbeiteten. Meine Mum war dort die Geschäftsführerin und ich half um ein wenig zu verdienen.
Wir parkten auf unsrem gewohnten Platz, stiegen aus und betraten das Gebäude.
Sofort kam uns Jeff, der italienische Koch, entgegen.
„Ahhh bonitas! Da seid ihr ja endlich! Hier ist die Hölle los! Kommt schon! Elsa! DU kommst gleich mit mir! Es gibt sehr viel zu tun!“, schrie er hektisch und meine Mum beugte sich vorsichtig zu mir.
„Falls er sich irgendwie merkwürdig verhält, denk dran, es gibt Millionen von Museen die sich für einen Außerirdischen interessieren! Und es kostet nur einen Anruf!“
Ich grinste sie an.
„Ok! Ich merks mir!“.
„Was gibt es da zu tuscheln!?“, rief Jeff aufgeregt zu uns.
„gar nichts Jeff! Ich habe ihr nur erzählt wie sehr ich doch auf ihr italienisches Temperament abfahre!....Alien….“, das letzte Wort hustete sie sozusagen heraus.
„Ja, ich bin wirklich sehr feurig! Und ich muss sagen, dass viele Frauen davon angetan sind!“, begann Jeff sich selbst zu loben.
„Ohh ja, das kann ich wirklich sehr gut verstehen!“, grinste Mum und ging schließlich zur Rezeption.
„So… und wir zwei Schönheiten gehen jetzt an die Arbeit!“, schmunzelte er mich an und ich tat mir wirklich schwer nicht sofort loszuprusten.
Zusammen watschelten wir in die Küche, wo auch schon Pier, unser französischer kellner, und Marie, eine etwas ältere Dame, standen.
„Ahhh Verstärkuuung! Sär gut!“, bemerkte Pier mit seinem französischen Akzent.
„Jap! Was soll ich tun?“, fragte ich gleich drauf los.
„Du kannst uns bedienen helfen! So viel wie heute los ist! Ich habe das Gefühl das ganze Hotel ist ausgebucht!“, stöhnte Marie.
„Gut! Welcher Tisch?“
„Ich glaube Tisch 13 ist noch nicht bedient!“, überlegte Jeff, während er die Pfannkuchen durch die Luft wirbelte.
„Ok! Ich bin dann weg!“, rief ich, band mir eine Schürze um und stürmte aus der Küche in den Essenssaal.

Kapitel 2

Vor der Tür blieb ich stehen und schaute mich um. Tisch 13… Ich kam den Zahlen nach zu urteilen immer näher an diesen Tisch. Dann plötzlich entdeckte ich den Tisch. Ich wollte gerade auf den Tisch zu gehen, als ich bemerkte wer da dran saß! Ich schluckte. Das konnte doch nicht sein! Es waren die 4 Schwuchteln von Tokio Hotel und deren Manager! Ohhh wie ich diese 4 hasste. Ok, sie als Schwuchteln zu bezeichnen war vielleicht nicht gerade die feine englische art, doch ich konnte sie wirklich überhaupt nicht ab! Sie waren so falsch, intrigant, künstlich, unbegabt und vorlaut! So etwas hasste ich!
Man konnte sagen ich hatte ein echtes Problem mit diesen… jungen wollte ich sie nicht nennen… Gestalten! Und jetzt sollte ich sie auch noch bedienen! Und das an meinem Geburtstag!!! Ich seufzte.
Langsam näherte ich mich dem Tisch, bis ich vor den 4 „Gestalten“ stand.
„Wollt ihr etwas trinken?“, fragte ich weniger höflich als geplant.
Alle 5 schauten auf. Der Manager von ihnen schien ja ganz normal zu sein, also hielt ich mich an ihn. Ich lächelte ihn an und wartete auf eine antwort.
„Öhm, ja also für mich einen Kaffe!“, bestellte er.
„gut, wars das?“, fragte ich in der Hoffnung gleich wieder abhauen zu können.
„Hallo?! Vielleicht hast du bemerkt dass an dem Tisch noch 4 weitere Personen sitzen?!“, fuhr mich dieser kleine HipHopper an.
„Ohhh ‚tschuldingung… da hab ich euch doch glatt übersehen!“, spielte ich die unschuldige.
Der HipHopper schnaubte verachtend und der Reihe nach bestellten sie. Ich drehte mich um und atmete erleichtert aus. Endlich konnte ich gehen! Doch ich hatte wohl falsch gedacht.
Die Tür zur Küche öffnete sich und heraus kamen Funken.
„Happy Birthday to you! Happy Birthday to you!“, sangen Jeff, Pier, Marie und Mum. Sie hielten einen 4 stockigen Kuchen in der Hand, auf dem viele Kerzen, Sternspritzer und ähnliches stockten.
Ich grinste übers ganze Gesicht. Das war mal soooo lieb von ihnen.
„Happy birthday dear Elsa, happy Birthday to you!“, endeten sie und kamen auf mich zu gerannt.
„Also noch mal, Kleine! Alles alles alles Gute zum Geburtstag!!!!“, rief meine Mum und nahm mich in den Arm.
Ich drückte sie ganz fest an mich.
„Danke!“, schniefte ich, da ich wirklich schon fast Tränen in den Augen hatte.
Sie lies mich los und Jeff kam auf mich zu.
„Alles Gute bonita!“, grinste er. Er wollte mich gerade in den Arm nehmen, da hielt meine Mum ihn am Arm fest.
„Jeff, ich glaube sie ist nicht die richtige. Nimm mich! Verschon sie, sie hat doch heute Geburtstag!“.
Jeff schaute sie nur verwirrt an.
„Alien…“, zischte Mum mir zu.
Ich lachte und ging dann auf Jeff zu.
„Ach quatsch!“, lachte ich und nahm ihn in den Arm.
„Na super…“, murmelte Mum. Ich grinste sie an und zwinkerte ihr zu.
„ Komm her Cherie!“, rief Pier und ich fiel ihm in die Arme.
„Alles Gute et bon anniversaire!“, lächelte er.
„Danke!“, schniefte ich ein weiteres Mal.
Zum Schluss nahm mich dann noch Marie in die Arme.
Auch sie gratulierte mir.
„Na dann… ich hab Hunger!“, rief ich und schlich zur Torte.
„Vielfraß!“, rief meine Mum.
„Bitte?! Wer isst hier denn den ganzen tag?!“, beschwerte ich mich.
„Na und?! Bei mir sieht man das ja nicht!“, grinste sie und streckte die Zunge raus. Ja, sie hatte recht. Meine Mum war extrem gut aussehend! Sie war schlank, groß und hatte einfach eine super gute Figur. Dann hatte sie lange braune Haare und blaue Augen. Ihr ganzes Gesicht war makellos. Sie war wunderschön!
„Bei mir ja auch nicht!“, verteidigte ich mich.
„Ja, noch nicht! Aber in 4 Jahren gehst du dann auseinander wie ein Kuchen!“, neckte sie mich weiter.
„Na und?! Bis dahin sind es noch 14.600 Tage!“, lachte ich.
„Das ist ungerecht!!! Nur weil du gut in Mathe bist und ich nicht!“, rief sie.
„Ach komm! Dafür hast du 11 Sinne!“
Wir lachten beide. Dann kam Jeff angerannt.
„Jetzt essen wir erst einmal!“, grinste er und schnitt die Torte an.
Genüsslich mampften wir, doch wir hatten nicht lange unsere Ruhe.
„Ich geh mal für dich weiter bedienen und du lässt dir jetzt erst mal einen großen Kaffe bringen Süße!“, sagte Mum und gab mir einen Kuss auf die Stirn. Dann lief sie mampfend zum Tisch 13. Den Tisch von Tokio Hotel! Bei dem Namen lief es mir kalt den Rücken herunter.
Ich blickte zu Piere.
„Qui qui…“; murmelte er und verschwand. Kurz darauf kam er wieder mit einem riesen großen Becher Kaffe.
„Voila! Ganz schwarz, wie immer!“, lächelte er!
„Du bist ein Schatz!!!“, rief ich und umarmte ihn.
„Für dich doch immer gerne!“
Dann setzte ich mich auf einen freien Stuhl und schaute den anderen beim arbeiten zu.
Meine Mum war wirklich wunderschön!!! Ich war immer wieder erstaunt. Ich war ein wenig kleiner als sie, so um die 1,70. Ich hatte schwarzes Haar und auch blaue Augen. Im Prinzip sah ich ihr schon ähnlich, auch wenn ich das eben schwer beurteilen konnte, ich sah mich ja nie selbst.
Sie stand gerade am Tisch 13. Anscheinend hatte sie ziemlichen Spaß mit dem Manager, denn sie stand da und lachte mit ihm. Die 4 Gestalten beobachteten dies nur belustigt.
„Eine Tochter?!“, hörte ich den Manager überrascht fragen. Ich grinste. Ohh ja, man glaubte meiner Mum nie dass sie schon eine Tochter hatte. Wir wurden eigentlich immer für Schwestern gehalten.
„Elsa?? Kommst du mal her?“, rief sie mir zu. Och nein! Ich sollte schon wieder zu diesen Gestalten hinüber?! Nun gut, für meine Mum tat ich alles.
Also sprang ich auf und hüpfte an ihre Seite. Ich blickte meine Mum fragend an.
„Ja?“, fragte ich.
„Also, das ist David und er wollte mir nicht glauben dass ich eine Tochter habe…“; erklärte sie mir. David, mhh? Waren sie sogar schon beim du?
„ Naja… also ich bin der da ihre Tochter..“, sagte ich zu David. „ich weiß, man glaubt es nicht! Ich mein, eine Frau mit 11 Sinnen hat eine Tochter, die wie jeder andre nur 6 hat, das ist schon ungewöhnlich… da muss wohl irgendwas schief gegangen sein.“
Meine Mum grinste mich an.
„Ich hab dir doch gesagt, dass das an deinem Vater liegt! Er hat dafür gesorgt dass du nicht so übermenschlich wie ich wirst! Das ist so wie in Star wars..“, murmelte sie und als ich die verwirrten Blicke der anderen bemerkte grinste ich.
„Mum, ich glaube wir schocken da grad wen…“
Mum drehte sich zu David und begann dann auch zu grinsen.
„Wir sind ein wenig verrückt…“, lächelte sie.
„Ich geh dann mal wieder meinen Kaffe trinken!“, sagte ich und wollte gehen als meine Mum mich festhielt.
„Ach ja, überleg dir mal was wir heute noch machen! Ich mein du bist 16! Da müssen wir irgendwas Skandalöses machen! Wir gehen in eine Bar, betrinken uns und reisen ein paar Rocker auf, wie wärs?“
„Die Rocker überlass ich dir!“, lachte ich und hetzte zurück zu meinem Kaffe. Was wäre ich bloß ohne meinen kaffe?!

Kapitel 3

Meine Mum blieb noch lange bei diesem David stehen und die beiden scherzten munter miteinander. Ich saß auf meinem Stuhl mit dem 2. Becher Kaffe und beobachtete alles. Irgendwann wurde es mir zu langweilig und ich beschloss zu meiner Mum zu gehen, die am Tisch 13 stand.
„Hey Süße! Komm, erzähl doch mit!“, grinste sie und zog mich zu sich.
Von mitreden war allerdings nicht groß die rede, da eigentlich nur Mum und David erzählten. Irgendwann gingen dieser Tom und Georg, so dass nur noch dieser Bill und der Gustav da saßen. Dann wurde mir das schweigen und zu hören zu doof.
„Kommt, sollen wir mal ein bisschen erzählen?“, grinste ich zu Bill.
Dieser betrachtete mich seltsam.
„Naja, also ehrlich gesagt hab ich da momentan nicht sonderlich lust drauf.“, meinte er kühl.
„Ohh…ok!“; murmelte ich und schaute wieder zu Mum. Dann hörte sich wie dieser bescheuerte Bill sich mit Gustav unterhielt. So ein Spast! Also der konnte mir echt gestohlen bleiben!!!
Nach wenigen Minuten war dann auch mein 2. Kaffe leer und ich lief erst einmal auf Toilette. Als ich gerade rausgehen wollte hörte ich Stimmen vom Flur.
„Also diese Elisa(das war meine Mum) ist echt richtig cool, oder?“, fragte der eine. Ich hatte den leisen Verdacht dass es Gustav war. Vorsichtig lugte ich aus dem Spalt der Tür hervor. Und ich hatte Recht. Gustav und Bill unterhielten sich gerade auf dem Weg zur Toilette.
„ja stimmt….“
„Aber diese Elsa is auch ne ganz Süße, oder nicht?“, fragte Gustav und ein Lächeln huschte mir über das Gesicht.
„Sie sieht ganz ok aus, aber hat nichts besonderes…“, murmelte Bill. Sofort verschwand das Lächeln. Was bildete sich dieser doofe Dreckskerl eigentlich ein?! Ich war so stinkwütend!!!
Nach ein paar Minuten in denen ich mein Spiegelbild betrachtet hatte, ging ich wieder zurück zum Tisch. Bill und Gustav saßen schon dort und auch meine Mum hatte mittlerweile auch einen Stuhl. Ich schnappte mir ebenfalls einen und setze mich zwischen meine Mum und Gustav.
Sie erzählten einwenig während ich meinen 3. Kaffe lehrte.
„Es ist schwer zurzeit noch irgendwelche lustigen Menschen kennen zulernen!“, sagte meine Mum. „ entweder sind alle viel zu beschäftigt oder doof…es ist schwer etwas über den Charakter herauszufinden.“
„ja, das stimmt! Es gibt nur wenige Möglichkeiten!“, sagte David.
„In Wirklichkeit ist doch fast jeder Mensch anders als man denkt und öffnet sich nicht! Man kann eigentlich gar nicht mehr den richtigen Charakter einer Person kennen lernen!“, trug ich dazu bei.
Bill blickte mich an.
„Und was denkst du würde helfen?“, fragte er.
„Reden! Auch wenn der andere nur ganz ok ist!“, grinste ich ihn triumphierend an und verließ den Tisch in Richtung Küche.
Wir feierten den Rest des Tages noch ordentlich und am Abend lag ich bei meiner Mum im Bett. Wir redeten und durchliefen noch mal den ganzen Tag.
„Ich kann immer noch nicht glauben was dieser Bill da zu dir gesagt hat.“, stöhnte sie irgendwann.
„Ach was… war ja eigentlich nicht so schlimm.“
„Bitte?! Niemand sagt dass meine Tochter, der Darling von allen, nichts besonderes, oder nur ganz ok ist!!!“; regte sie sich auf. Ja, ich war wirklich everybody’s Darling!
„Naja, ich denke ich könnte ihm seinen Stolz leichter verzeihen wenn er meinen nicht verletzt hätte…“; überlegte ich.
„Er ist einfach nur doof! Kümmer dich nicht um ihn!“, quasselte sie weiter.
„oder soll ich versuchen ihn mit meiner Superkraft von hier aus zu töten?? Naja, vielleicht nicht gleich töten, aber verletzen! So ein Arm abreisen oder so! Ich als Superwoman bekomm das doch leicht hin! Das wär ein klacks!“, fantasierte sie wieder mal.
Ich lachte, nahm ein Kissen und schlug es ihr übers Gesicht.
Sie machte mit und eine wilde Kissenschlacht entstand! Sie war wirklich mein ein und alles! Eine beste Freundin, so wie es sonst keine sein könnte.
Als wir wieder unter unseren Decken lagen schaute Mum an die Decke und grinste glücklich.
„Was is?“, fragte ich.
„Ich bin ne Superheldin!!!!“, grinste sie mich an.
„ja suuuper! Morgen kaufen wir dir gleich ne Superwoman Kappe, einverstanden?“, fragte ich.
„Jap! Sehhhhhr gut!“, lächelte diese und langsam schliefen wir beide ein und wurden verschleppt ins Land der Träume.

Kapitel 4

Am nächsten Morgen wurde ich durch die kitzelnden Sonnenstrahlen geweckt. Ich rümpfte meine Nase und drehte mich um in der Erwartung Mum neben mir vorzufinden. Doch nix da. Neben mir war keiner. Ich brummte und tastete weiter, da ich die Augen ja geschlossen hatte. Aber nichts! Der Platz neben mir war frei!
„Mum?“, rief ich. Niemand antwortete mir.
„MUM??“, rief ich schon lauter.
Als sich wieder keiner meldete öffnete ich launisch meine Augen. Na toll! Ich stand auf und tapste hinunter in die Küche. Das war sowieso immer der erste Platz am Morgen. Ich schlurfte hinein und entdeckte auf dem Stuhl niemand geringeres als Mum.
„Na du bist mir ja ne tolle Superwoman!“, brummte ich. Sie zuckte zusammen und starrte mich mit einem großen Grinsen im Gesicht an.
„Was?“, lächelte sie nur.
„Ach nichts! Ich brauch jetzt erst mal nen starken Kaffe!“
„Nimm gleich die Kanne mit!“, rief sie und so holte ich eine Tasse aus dem Schrank und lief mit der Kanne zu dem Tisch, wo ich mich auf den freien Stuhl fallen lies.
Ich schenkte mir und dann Mum ein. Erst jetzt merkte ich wie sie über etwas gebeugt war und dort las.
„Was ist das?“, fragte ich und war auf der Stelle hell wach.
Mum grinste mich wieder an und hob dann ihr Handy hoch.
„Gib her!“, lachte ich und schnappte ihr das Teil aus der Hand. Sie beobachtete mich immer noch grinsend.
Ich las währenddessen die sms.

Hi Elisa!
Du gehst mir seit unserer Begegnung
gestern nicht mehr aus dem Kopf! Du
bist eine außergewöhnliche und einfach um
werfende Frau! Hättest du vielleicht Lust
dich mit mir zu treffen? Ich hoffe ja!
Bitte gib mir so schnell wie möglich
Bescheid!
Dein David

Auch ich begann zu grinsen und schaute nun wieder zu Mum.
„Und? Triffst du dich mit ihm?“, fragte ich sie.
Sie nickte nur grinsend.
„Wie süüüüüß!“, rief ich. „ Du magst ihn auch, hab ich recht?“
Wieder nickte sie.
„Wie tollll!!!!!“, schrie ich und umarmte sie. „ich freu mich total für dich!!“
„Aber ich weiß nicht, soll ich ne sms zurück schreiben oder anrufen? Ich trau mich bloß nicht da anzurufen!!!!“, sagte sie und sah mich verzweifelt an.
„Ach quatsch! Hallo! Du bist der gesprächigste Mensch den ich kenne!!! Du wirst ja wohl bei ihm anrufen können!“
Sie lachte.
„Ok! Du hast recht!“
„Ja ich weiß! Und du rufst jetzt an!“
Sie seufzte.
„Ok…ich verschwinde dann mal kurz!“, rief sie, sprang auf und flitzte in einen anderen Raum.
Verträumt zog ich meine Beine an meinen Körper und nahm einen großen Schluck Kaffe. Meine Mum war verliebt! Bei dem Gedanke huschte erneut ein Grinsen über mein Gesicht. Ich freute mich natürlich total für sie. Sie wurde schon so oft verletzt und nun gab es endlich wieder einen, den sie mochte! Die einzige Tatsache die mich ein wenig störte war, dass er der Manager von Tokio Hotel war. Aber selbst darüber sah ich hinweg und das nur für meine Mum!
Ich trank den Rest meines Kaffes und stand dann wieder auf. Ich holte mir die Müsli Packung, schüttete mir davon in eine Schüssel und gab Milch dazu. Ich schnappte mir noch einen Löffel und setzte mich wieder an den Tisch, wo ich mir erstmal Kaffe nachschenkte.
Nach einiger Zeit kam meine Mum zurück ins Zimmer gehüpft. Sie strahlte wirklich noch mehr als vorher, auch wenn ich das gar nicht mehr für möglich gehalten hatte.
„Und? Wann trefft ihr euch?“, fragte ich gleich.
„Heute Abend! Kannst du ein wenig im Hotel helfen so lange ich nicht da bin?“, fragte sie.
„Ja klar! Was für ne Frage!“
„Danke! Bist ein Schatz!“, lächelte sie und drückte mir einen Kuss auf die Stirn.
„jaja, ich weiß!“, meinte ich nur und streckte ihr die Zunge raus.
„Ey, jetzt wird bloß nicht zu übermütig, ja?“, lachte Mum.
„Schlimmer als du kann ich ja gar nicht werden!“, grinste ich frech zurück.
„Na hör mal!“, rief Mum und kam schon auf mich zu und kitzelte mich.
„AHHHH! Nein bitte! Aufhören!“, stöhnte ich, doch sie zeigte kein Erbarmen. Als sie dann doch endlich von mir abließ zeigte sie mit dem Finger auf mich.
„leg dich nie mit Superwoman an!“, grinste sie.
„Ohh man! Wofür hab ich das bloß verdient?!“, seufzte ich, bereute allerdings im nächsten Augenblick schon wieder es gesagt zu haben.
Am Abend waren wir schon im Hotel. Es hatte eigentlich einen ziemlich guten Ruf hier in München.
Pier lief aufgeregt durch die Gegend. Ständig murmelte er etwas auf Französisch, was weder meine Mum noch ich verstanden.
„Pier, willst du uns nicht endlich sagen was los ist?“, meinte Mum irgendwann ein wenig genervt.
„Quoi? Uuuu…. Ämmm…. Na ja, meine Maman wird nächste Woche kommen und ich weiß nicht was ich anziehen soll!!!“, stöhnte er.
Mum schaute ihn geschockt an.
„Wie? Das ist alles?!“, rief sie.
„Was heißt hier alles?! Das ist eine Katastrophe!!!“, seufzte er.
Mum und ich verdrehten beide die Augen und wandten uns wieder unserer Arbeit zu.
Irgendwann räusperte sich jemand vor der Rezeption. Wir schauten beide schnell auf und sahen David dort stehen.
„Du siehst umwerfend aus!“, schmeichelte er meiner Mum.
„Danke!“, lächelte sie.
Dann wandte er sich zu mir.
„Elsa? Könntest du mir einen Gefallen tun?“, fragte er mich.
„Klar! Welchen?“, antwortete ich. Ich würde alles dafür tun dass meine Mum einen schönen Abend hatte.
„Du könntest zu den Jungs gehen und ihnen sagen dass ich heute Abend weg bin, nicht gestört werden will und dass sie sich bitte zusammen reißen sollen. Würdest du das tun?“, fragte er.
„Klar!“
„Ok danke!“, grinste er mich an. Dann wandte er sich lächelnd an meine Mum.
„Können wir dann gehen?“
„Moment, ich versuchs mal!“, grinste sie und hob langsam ihr einen Bein. „ja! Geht! Wir können!“, strahlte sie.
„Lass dich von so was nicht abschrecken! Da gewöhnt man sich dran!“, grinste ich.
„Ok! Ich merks mir!“, lachte David und zwinkerte mir zu.

Kapitel 5

Ich schaute ihnen noch hinterher wie sie das Hotel verließen. Sie sahen wirklich süß zusammen aus! Ich gönnte es ihr so! Leise seufzte ich.
„ahhhh bonita! Nicht so oft seufzen, sonst bekommst du noch Falten und dann wäre dein hübsches Gesicht nur noch halb so schön! Immer schön lachen!“, lächelte mich Jeff an, der gerade auf dem Weg in die Küche war.
Ich grinste ihn an.
„Schon besser!“, freute er sich und verschwand.
Langsam schaute ich in Richtung Fahrstuhl. Da müsst ich jetzt hoch, in das Zimmer von Tokio Hotel! Wahhh! Dieser Name lies mir schon einen Schauer über den Rücken laufen. Doch da musste ich durch!
Ich wollte gerade wieder seufzen, als Jeff aus der Küche gestürmt kam und ich mich an seine Worte erinnerte. Schnell setzte ich ein Lächeln auf.
Dann drehte ich mich zum Fahrstuhl und setzte einen Schritt vor den andern. Immer näher kam ich der Fahrt in die Hölle. Ok ok! Ich gebs ja zu. Ich neigte oft dazu zu übertreiben.
Mit einem ‚Pling’ sprang die Tür auf und ich schritt hinein. Gang 3. Die Tür schloss sich und der Fahrstuhl setzte sich in Bewegung. Die Fahrt war viel zu kurz und schon ertönte ein weiteres Mal dieses ‚Pling’ an meine Ohren. Ich hätte es verfluchen können. Ich atmete tief ein und lief dann in raschen Schritten vor die Zimmertür 313. Dort stand ich nun. Ich stand. Und ich bewegte mich nicht.
„Du musst schon klopfen“, sagte ich mir.
„Ja, wär nicht schlecht, ne?“, hörte ich eine Stimme hinter mir.
Erschrocken fuhr ich herum und blickte in zwei braune Augen. Sein Mund war in ein freches Grinsen verwandelt.
„Hey Gustav!“, sagte ich. Und zwang mir auch ein Lächeln auf.
„Hey! Willst du zu den Twins?“, fragte er mit hochgezogenen Augenbrauen.
„Ja, ich soll etwas von David ausrichten.“, erklärte ich schnell, um irgendwelche Missverständnisse aus dem Weg zu schaffen.
„Ahh! Ok! Komm grad mit!“, sagte er und lief an mir vorbei zur Tür. Er nahm die Klinke in die Hand und öffnete sie. Wie Selbstverständlich trat er hinein. Gut, für ihn war es vielleicht auch selbstverständlich, aber für mich keines Wegs. Ich wollte da nicht hinein! Dazu war mein Stolz wohl zu groß!
„Kommst du?“, riss mich Gustav aus meinen Überlegungen, während er mir die Tür aufhielt.
Ich musste jetzt wohl oder übel meinen Stolz vergessen und meiner Mum einen Gefallen tun. Ich seufzte.
„Jaja…“, murmelte ich und Gustav grinste mich wieder an.
„Was is denn?“, fragte ich verwirrt. Was war denn jetzt so witzig?
„Du willst da nicht rein, oder?“, grinste er.
Nun huschte auch mir ein Lächeln übers Gesicht. Verschämt schaute ich nach unten.
„Ist das so offensichtlich?“, brummte ich.
„Neiiiiin!“, lachte Gustav sarkastisch. Ich schaute grinsend wieder zu ihm und streckte ihm meine Zunge heraus.
„Ach komm! Ich bin ja auch noch da, also los jetzt!“, lächelte er.
„Und wenn nicht ruf ich einfach Superwoman!“, überlegte ich und dachte an meine Mum.
„Was?!“, fragte Gustav verwirrt.
„Ach nichts…!“, lächelte ich ihn an.
Er zuckte nur mit den Schultern und lief weiter. Ich trottete ihm hinterher. Er öffnete eine Tür aus dem man die Geräusche des Fernsehers entnehmen konnte.
„Hey! Wir haben Besuch!“, rief er und ich trat hinter ihm in den Raum.
Tom und Bill lümmelten auf den Sofas und schauten Fern. Als ich den Raum betrat starrte Tom mich an und Bill setzte sich erschrocken gerade hin. Hatte ich irgendetwas auf der Stirn oder wieso war es so schockierend dass ich hier her kam?
„Hey…“, murmelte ich leise.
„Hey!“, antwortete mir Bill. Ich schaute zu ihm und gerade als ich in seine Augen schauen wollte blickte er weg.
Ich war hier wohl nicht erwünscht! Also lieber schnell hinter mich bringen.
„Also, ich fass mich kurz. David hat mich gebeten euch was auszurichten. Er ist heute Abend weg und will nicht gestört werden. Außerdem sollt ihr euch zusammenreißen!“, berichtete ich was mir aufgetragen wurde.
Tom grinste.
„Wir würden doch nie etwas schlimmes machen!“
Automatisch huschte mir ein Lächeln ins Gesicht. Nein! Nicht vorstellbar^^.
„Man, wir wollten heute Abend aber über die neue Single reden! Das ist wichtig! Was zum Teufel ist denn soooo dringend?!“, murrte Bill.
„Meine Mum!“, antwortete ich kühl auf seine Frage.
Er starrte mich an.
„ohhh…“, murmelte er nur.
‚ohh…da hast du ja richtig viel zu sagen, Junge’, dachte ich.
„Und was machst du jetzt noch?“, fragte mich Gustav.
„Ich denk ich werde ein bisschen arbeiten und aufpassen, dass ihr morgen wieder Frühstück bekommt…“, lächelte ich ihn an.
„Ach was! Hast du nicht Lust ein bisschen bei uns zu bleiben?“, fragte er mich.
Geschockt riss ich die Augen auf. Ich bei ihnen BLEIBEN?!?! Das war ja wohl ein Scherz. Ich spürte wie mich Bill intensiv anstarrte. Wahrscheinlich hoffte er dass ich schnell verschwinden würde.^

Kapitel 6

So stand ich nun da und alle Augen waren auf mich gerichtet. Es herrschte eine drückende Stille.
„Ähhmmm, also…“, begann ich zu Gustav gewandt. „ich glaube das wäre nicht so gut, vielen Dank für das Angebot.“
„Ach was! Komm schon! Bleib hier!“, murmelte nun auch Tom.
Überrascht schaute ich zu ihm. Er wollte dass ich hier bleibe? ER?!
Langsam schaute ich zu Bill. Dieser schaute sofort wieder weg.
Was sollte ich denn jetzt tun? Gustav war ja wirklich total lieb! Und Tom konnte anscheinend ja auch ganz nett sein! Da wäre dann nur noch Bill… Aber seid wann lass ich mir von einer Person den Spaß verderben.
Ich schaute Bill an, der den Tisch vor sich betrachtete.
„Ok!“, sagte ich. Bill blickte sofort überrascht zu mir. Und da war er. Der erste Blick in seine Augen. Ich hätte lieber nicht in seine Augen schauen sollen. Sie waren… unbeschreiblich. Schoko braun! Wunderschön! In ihnen lag so viel und doch konnte ich nicht ablesen was. Sie waren wie ein Rätsel das ich lösen wollte.
„ok?“, fragte Bill vorsichtig.
Ich grinste.
„Ok!“, wiederholte ich.
„Super!“, rief Gustav und langsam wandte ich meinen Blick von Bills Augen ab.
„Was ist super?“, hörte ich plötzlich eine andere Stimme fragen. Ich drehte mich um und im Türrahmen stand der vierte der Band. Georg.
„Elsa hat zugestimmt noch ein bissl bei uns zu bleiben!“, erklärte Tom.
Georg grinste mich an.
„Glaub mir, du weißt nicht worauf du dich eingelassen hast!“
Ich musste lachen.
„Na ja, ich denke mit meiner Mum bin ich schon so einiges gewohnt!“
„Wieso? Also Elisa fand ich eigentlich nicht wirklich so verrückt.“, fragte Tom nach.
„jaaaa, da hat sie sich auch zusammen gerissen! In Wirklichkeit ist sie Superwoman mit 11 Sinnen!“, grinste ich.
„Und was bist du dann? Als Tochter einer Superheldin?“, grinste Georg.
Ich lachte.
„Na was wohl? Supergirl mit 6 ½ Sinnen!“, lachte ich.
„6 ½??“, wunderte sich Gustav mit hochgezogenen Augenbrauen.
„jap! Ich hab alle 6 Sinne und meine Mum sagt immer dass ich schon ein bisschen den Sinn hab, alle unter meinen Bann zu ziehen! Aber der muss sich erst noch ausbreiten. Und dann können wir zusammen die Weltherrschaft an uns reißen!“, klärte ich ihn grinsend auf.
Tom lachte.
„Ok! Du bist verrückt genug! Ich glaube du kannst bei uns mithalten!“
„Jap! Würde ich auch sagen! Und bevor Supergirl mich jetzt mit ihren Superkräften tötet, biete ich ihr einen Platz an!“, grinste Gustav und zeigte auf ein noch freies Sofa. Ich setzte mich mit ihm und Georg nahm bei Tom Platz.
Wir erzählten und lachten und mit der Zeit vergaß ich ganz dass es Tokio Hotel war! Aber na ja, daran wollte ich eigentlich auch gar nicht denken.
Tom entpuppte sich wirklich als sehr witzig und nett und Georg und Gustav ja sowieso. Der einzige der kein einziges Wort sagte war Bill. Ich wunderte mich schon ziemlich, da er es doch immer war der im Fernsehen so viel redete. Und nun… Nun ja, das konnte mir ja auch eigentlich egal sein, soviel spaß wie ich hatte.
„Und? Was denkst du was David und deine Mum gerade so machen?“, grinste mich Tom an.
„Na was wohl! Essen und erzählen schätz ich mal!“, antwortete ich ihm.
„Mhhh… David war schon recht lange mit keiner Frau mehr aus. Also so weit ich das weiß!“, lächelte Gustav. „ Er scheint Elisa echt sehr zu mögen!“
„Das will ich ja auch hoffen!“, lachte ich. „Wenn nicht legt er sich mit Superwoman UND Supergirl an!“
„Uhhhh!“, brummte Bill mürrisch.
Ich schaute gereizt zu ihm. Was war das denn für einer?! Langsam ging er mir wirklich sehr auf den Keks!
„Lachst du eigentlich nie?“, fragte ich ihn.
Überrascht blickte er zu mir.
„Ich lache oft genug, glaub mir!“, antwortete er mir.
„Das kann ich mir nicht vorstellen! Bist du immer so wie jetzt? So normal und langweilig?“, fragte ich weiter.
„Vielleicht bin ich bloß nicht so abgehoben wie gewisse andere!“, entgegnete er mir und schaute mir dabei ganz tief in die Augen! Ich wollte wissen was er gerade dachte, was in ihm vorging! Aber ich konnte es nicht erkennen! Er lies es nicht zu.
„Oder vielleicht bist du auch einfach nur sehr Stolz! Und würdest du Stolz als postitiv, oder als Mangel bezeichnen?“, fragte ich weiter.
Da Bill wohl nicht daran dachte mir eine Antwort zu geben drehte ich mich zu den anderen.
„Jungs, ich glaub ich muss mal wieder runter! Jeff braucht mich!“, verabschiedete ich mich.
„Ja ok! War schön mit dir zu reden!“, verabschiedete sich Georg.
„Ja war es! Tschöööö!“, verabschiedete ich mich und hörte noch ein Tschüss von Gustav und Tom bevor ich durch die Tür verschwand.
Schnell drückte ich sie zu und lehnte mich an sie. Geschafft! Tief atmete ich ein. Dieser Bill…er… ich verstand ihn einfach nicht! Was ging in ihm vor?! Er war in irgendeiner Art und Weise ja interessant, und doch war er mir verhasst. Sein Stolz und sein Übermut. Sein Größenwahn! Ich konnte mir sein Verhalten rein gar nicht erklären! Und vor allem fragte ich mich wie es die anderen mit ihm bloß aushielten!
Langsam stieß ich mich von der Tür ab und lief in Richtung Fahrstuhl, als mir lautes Lachen ans Ohr kam. Ich erkannte die Stimme sofort. Ein Grinsen huschte mir übers Gesicht.




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